Die Stahlfabrik  ein Fotobericht von Chris Mennel

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Sie ist stillgelegt. Wir durften von den Kellern bis zu den Gipfeln steigen. In Völklingen lag sie, nahe bei Saarbrücken - ein Ort, der Stahlherstellung auch heute noch verschrieben. Und die Fabrikbetreiber machen es ansatzweise so wie die Pfahldorfbauer am Bodensee: Nach anfangs 100, später 80, 50, heutzutage makabren 30 Jahren ist so eine Fabrik morsch, und es wird rentabler, die nächste daneben zu setzen. Zur beeindruckenden, stillgelegten Riesenfabrik bei Völklingen gab es die gute Idee, das Ding als "Weltkulturerbe" zu beantragen. Das klappte, und für einige Jahrzehnte ist das Stahl- und Schrott- Gebäude nun dahingehend finanziert, dass es für Touristen begehbar gehalten wird - bis ein deutscher Sicherheits-Verwalter dem unsicheren Treiben Einhalt gebietet.

Wir waren am 15.10.2017 da, Donate und ich, und hier sind meine Fotos, mit einigen von Donate eingestreut. Ich hatte durchaus diese Stahlhütte als den einen Schwerpunkt. Aber die Fahrt erhielt ihren Kick doch durch den anderen Schwerpunkt: "Urban Art", in die hinein ich auch obiges Foto knipse. Das sind Künstler, die im Prinzip Außenwände bemalen, allerdings dann für den Kunstmarkt auch Mitnehmbares, Kaufbares, in Galerien Aufhängbares produzieren. Oben stehen wir vor einem teilverfallenen Wärterhäuschen des Stahlwerkes, in das hinein ein Urban-Art-Maler einen Mann ohne Körper, nur durch seine Kleider präsent, gemalt hat, der von Krähen angegriffen wird.